HS31 Termitenflex und ErdferkelReden wir mal kurz über Katastrophenfälle: viel Akku, viel Motor und wenig Flügel. Das Konzept kann man auf die Spitze treiben, indem man auch noch das Höhenleitwerk wegläßt. Damit sind wir dann bei diesem Modellkonzept hier gelandet, das war die Idee. Der Rest besteht aus Styropor, Tape und gesundem Optimismus.
Wir wurden
von unseren Platzältesten (es gibt keine Flugplatzopas) lediglich
gebeten, auf ihre Jammerflieger aufzupassen... nachdem ich eine schöne
lange Steigrolle direkt über einem kreischenden Jammerflieger plaziert
hatte. Die Dinger waren tatsächlich lauter als wir. Was Jammerflieger
sind? Das sind diese Speed 400 Flieger mit wasweißichwieviel zu
1 Übersetzung und Propellern, die etwa den Durchmesser haben, den
wir als Spannweite benutzen.
Erdferkel und Termitenflex fliegen
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Ein anderer als ein radikaler Flugstil macht bei einem Materialeinsatz von ein paar Märkli (die 5 Mark für das Styro war das teuerste, der Rest lag rum oder wurde als solcher verwertet) keinen Sinn. Entsprechend werden Abschwünge formvollendet mit einer kurzen und schmalen gemähten Spur (Propeller...) beendet. Wer dabei landen muß, hat verloren, sollte klar sein. Eine gute Gelegenheit für den Gegner die 3 Ehrenrunden zu üben. Dauert bestenfalls 3s, dafür gibt es das sehr angenehm direkte Höhenruder. So viel zum Thema Wendigkeit.
Den Durchflug unter einem am Platz geparkten Anhänger eines Bauern wollten wir noch machen, aber da starben leider unsere Maschinen den Heldentod. Meine den RC-Tod (Empfänger "dicht") und bei Ulis Erdferkel weiß ich es nicht mehr sicher, es war nur ein oder zwei Tage davor. Es müßte bei einer der "ich-passe-zwischen-den-Zaundrähten-durch" Aktionen passiert sein, eine kleine Böe war das Ende, wie gesagt Uli...
Seine Extase (EMC-VEGA) hat er auch so bewegt, daß ich noch im Winter mit dem Bunkerbau auf dem Platz begonnen hätte, wenn es nicht gefroren hätte. Er hat es wirklich gekonnt und zwar richtig. Die Zaundrähte hatten im übrigen einen Abstand von einem knappen halben Meter, die meisten Slow-Flyer würden nicht mal dran denken da durch zu fliegen...
Der Empfänger wird aus dem Flugakku gespeist, indem man 5 Zellen abgreift, 4 sind etwas mager, wenn man mit letzter Kraft "bei Fuß" hinziehen will und vor allem Conrad Servos drinhat. BEC ist was für Optimisten. Dafür haben wir auch ein paar Kondensatörchen dazwischengelötet und am Oszi gecheckt, daß die Pieks wirklich rausgefiltert waren (mein Bruder Eckhard kam da ins Spiel, sonst hielt er von diesen Gras fressenden Modellen nicht viel, er pflegt den gemütlichen Flugstil).
Wie gesagt, wir hatten einen Riesenspaß mit den Dingern und ich überlege gerade, ob ich mir nicht so eine Kiste für den nächsten Sommer aufbaue. Profil S5010-8% oder sowas, MH45 wäre auch denkbar. Die 1,5% Wölbung sind in der Tat recht knapp, deshalb aufgrund meines Alters lieber etwas mehr...
Die Bauweise ist exakt Spariane in Vollbetapung, keine Ruderstege (PS
15, 50mm Tesatape). Die Lacke sind spezielle Styrolacke (Spraydose) aus
dem Baumarkt, alles Neonfarben, schön grell. Erst nach dem Lackieren
der Styrorohlinge wird getapt, dann ist die Farbe schön geschützt
und nichts kann abblättern.
Der Holmsteg ist aus 5er Balsa, am besten mit einem (1) NF24 Roving oben
und unten als Gurt versehen. Nicht abgestuft, wegen der Radlandungen.
Die Winglets sind aus 2er Balsa, 3er wäre besser gewesen, dann hätten
wir nicht so oft kleben müssen. Der Rumpf ist aus leichtem 4er Balsa
und nicht lackiert, sondern nur betapt (50er Tesa durchsichtig wie beim
Flügel). Nur so hält der alles bis zu mittleren Einschlägen
schadlos aus. Nur Kevlar (auf Balsa) könnte diese Bauweise sinngemäß
ersetzen, aber das würde den Modellpreis verzwanzigfachen...
Fazit: Viel Spaß für wenig Geld!
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